40 Jahre FACB 1977-2017

Unser Clubcall HB9BSL ist ab sofort auch auf dem Logbook of the World verfügbar. 
Mit HB9BSL getätigte QSOs werden über das Upload Portal TQSL als ADIF-File auf den zentralen Server geladen.
ADIF-Files mit QSOs können dem FACB Traffic Manager zur Verfügung gestellt werden. 

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Der FACB hat ab sofort eine neue Adresse: 

Funk-Amateur-Club Basel FACB
Sichternstrasse 90
CH-4410 Liestal

Ein Briefkasten auf der Sichtern ist ebenfalls eingerichtet. 

Teil 2: © Matthias, HB9TPN

Was ist der Unterschied von Raspberry Pi zu Arduino? 

Häufig werden Arduino und Raspberry Pi auf eine Stufe gestellt und miteinander verglichen. Doch das kann man nicht, denn die beiden Systeme sind viel zu unterschiedlich, als das man sie als Konkurrenten sehen könnte.
Der entscheidende Unterschied zwischen Raspberry Pi und Arduino ist, dass auf einem Arduino kein Betriebssystem läuft, sondern der Nutzer ein Programm schreiben muss, dass dann als Firmware im darauf befindlichen Mikrocontroller gespeichert und ausgeführt wird. Die Rechenleistung des System-on-Chip von der Firma Broadcom ist nicht besonders gross, weshalb es für den Raspberry Pi nur eingeschränkte Anwendungen gibt. Wer mit dem Raspberry Pi experimentiert, stösst schnell an die Leistungsgrenzen des System-on-Chips.
 
Der Raspberry Pi ist so entwickelt, dass er eine niedrige Einstiegshürde für Anfänger bietet. Im Prinzip kann man den Raspberry Pi nach dem Anschluss eines Bildschirms per HDMI und einer Tastatur und Maus per USB sofort in Betrieb nehmen. Das Betriebssystem wird von einer SD-Speicherkarte gestartet und muss dazu zuerst auf die Speicherkarte geschrieben werden.
Für den Raspberry Pi gibt es verschiedenste Erweiterungen. Am einfachsten lässt sich ein Raspberry Pi über den USB erweitern. Hier kann man USB-Hubs, Festplatten, WLAN-Sticks und vieles weiteres anschliessen. Voraussetzung ist jedoch eine Treiber-Unterstützung. Es gibt allerdings viele Online-Shops, die spezielle Komponenten für den Raspberry Pi anbieten.
 
Wer reine Steuerungsaufgaben hat und das Programmieren in C nicht scheut, der ist mit dem Arduino gut beraten. Alles darüber hinaus macht man besser mit einem Raspberry Pi.
Das Basisborad bekommt man für unter CHF 40.-
 
Viele Ideen zu Raspberry Pi Projekten findet man auch in Youtube. Hier ein guter Vortrag zum Raspberry Pi von N4BFR:
 
 
 RaspberryPi
 
 

Teil 1: © Matthias, HB9TPN

Was ist der Unterschied von Raspberry Pi zu Arduino?

Wer hat nicht schon einmal von den beiden Protagonisten des Elektronikbastelns und Programmierens Arduino und Raspberry Pi gehört. Doch was ist eigentlich Raspberry und Arduino? Was ist der Unterschied und wann nimmt man welchen?

Sucht man die beiden Begriffe im Internet, bekommt man 56.7 Mio. bzw. 82.4 Mio Hints dazu. Gar nicht so einfach den richtigen Startpunkt zu erwischen.

Ein Arduino ist ein Microcontroller Board, mit diverser Peripherie dazu. Die Hardware eines typischen Arduino-Boards basiert auf den bekannten und beliebten Atmel-AVR-Mikrocontroller aus der megaAVR-Serie. Es gibt auf dem Markt auch weitere Hardware, welche an das Arduino Board angelehnt sind, aber mit anderen Microcontrollern arbeiten. Konzeptionell werden alle Arduino Boards über eine serielle Schnittstelle programmiert. Der Mikrocontroller ist mit einem Bootloader vorprogrammiert, wodurch die Programmierung direkt über die serielle Schnittstelle ohne externes Programmiergerät erfolgen kann. Die Umsetzung von USB nach seriell geschieht über einen USB-Seriell-Konverter, welcher auf dem Board sitzt. Alle Arduino-Boards stellen digitale Input- und Output-Pins (kurz: I/O-Pins) des Mikrocontrollers zur Nutzung von elektronischen Schaltungen und Steuerungen zur Verfügung.

Arduino bringt eine eigene integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) mit. Dabei handelt es sich um eine Java-Anwendung, die für die gängigen Plattformen Windows, Linux und MacOS kostenlos verfügbar ist. Sie basiert auf einer für Grafik, Simulation und Animation spezialisierte Entwicklungsumgebung. Zu dieser IDE werden zusätzliche C-Compiler mitgeliefert, welche auch die Programmierung von Standard C und C++ ermöglichen.

Ist das Arduino für Anfänger geeignet? JA! Gerade für Anfänger wird mit einem Arduino der Einstieg in die MCU Programmierung leicht gemacht und viele tolle Beispiel-Programme sind auf dem Netz verfügbar. Ein Arduino Starter Kit ist für unter CHF 50.- zu haben.

Ja, und was ist jetzt der Unterschied zum Raspberry Pi??
Der Unterschied wird demnächst in Teil 2 hier erklärt!

ARDUINO 1

 

Teil 3 der WSPR Reihe:

von © Matthias, HB9TPN

Um in WSPR QRV zu werden, ist eine der vielen Softwares notwendig. Das Original WSPR Programm von K1JT kann von der Homepage http://www.physics.princeton.edu/pulsar/K1JT/wspr.html gratis heruntergeladen werden. Die Installation und Konfiguration der Software ist einfach. Wichtig ist, dass man sein Call, den Grid Locator sowie die verwendete Sendeleistung korrekt eingibt, denn diese Daten werden bei jeder WSPR Aussendung übermittelt. Zudem bietet diese Software eine begrenzte CAT Schnittstelle, um die Sende/Empfangsumschaltung des Transceivers zu steuern. Diese Software bietet auch die Option, die selbst empfangenen WSPR Stationen auf die Homepage von WSPRnet hoch zu laden und auf der WSPR-Weltkarte darzustellen.
Der Transceiver wird über die PC Soundkarte angesteuert. Der Mikrofoneingang des TRX wird mit dem Audioausgang des PC verbunden und der Mikrofoneingang des PC wird mit dem Audioausgang des TRX verbunden. Wichtig dabei ist, dass die Pegel der Soundkarte sowie der Mikrofonpegel des TRX korrekt eingestellt sind, um keine Verzerrungen zu erzeugen.
Die Homepage von K1JT bietet auch ein User Guide in verschiedenen Sprachen (auch in Deutsch), mit welchem man die wichtigsten Einstellungen erklärt bekommt und man zügig QRV werden kann.
Die Software ist für Windows und in Linux erhältlich.

 WSPR K1JT

[ Foto von der Homepage http://www.physics.princeton.edu/pulsar/K1JT/wspr.html ]

 


Für das iPad oder iPhone gibt es weitere Softwares, z.B. iWSPR welche im AppStore für aktuell CHF 4.- erhältlich ist. Das Programm erscheint auf den ersten Blick eher bescheiden, bietet jedoch alles, was man für WSPR benötigt. Einzig als WSPR Dekoder (RX) kann die iWSPR Software nicht verwendet werden (nur TX). Dieses App bietet jedoch die Möglichkeit, auf Frequenzen von 136kHz bis ins 23cm Band das WSPR Signal auszusenden.

iWSPR


Will man unabhängig von iPad, iPhone und PC sein, gibt es seit kurzem das neckische Gadget WSPRLITE. WSPRLite ist ein eigenständiger WSPR Transceiver, welcher über USB und einem integrierten Webserver konfiguriert werden kann. Innerhalb weniger Minuten ist man mit der kleinen Büchse auf 160m bis 20m mit dem WSPR Signal in der Luft. Für Frequenzen von 160m bis 40m wird ein externes Filter benötigt, um die Oberwellen zu dämpfen. Dieses Filter ist ein Selbstbau und muss zuerst zusammengelötet werden. Mit max. 200mW Ausgangsleistung kann WSPRLite an jedes Netzteil, USB Powerstecker oder Akkupack etc. angeschlossen werden und benötigt nach der Konfiguration kein PC oder iPad zur Bedienung oder Steuerung. Für 74 Euro kann WSPRLite (auch der externe Filter) in Deutschland bei https://funkbox-shop.de/WSPRlite-Transmitter bestellt werden.

WSPRLite

 

 

Alle versandten Vorstandsnewsletter können ab sofort im Mitglieder Menue "Archiv --> Newsletter" zur Nachlese heruntergeladen werden.
Dies ist ein Service des Homepage Team Charly, HB9EBM, und Matthias, HB9TPN.

 

Archiv

 

Teil 2 der WSPR Reihe:

von © Matthias, HB9TPN

Teil 1 der WSPR Reihe stellte die Frage, wie man ein Signal mit einem -28dB Signal-Rauschabstand überhaupt noch dekodieren kann.
Alle Kommunikationsmethoden unterliegen einem Maximum der sogn. Kanalkapazität. Das heisst, auch eine drahtlose Übertragung erfolgt in einem Kanal, was nichts als eine mathematische Betrachtung der verschiedenen Übertragungsparameter, wie die verfügbare Bandbreite BW (in Hz), die mögliche Übertragungsrate C (1/Sek.) und das S/N beschreibt.
Der amerikanische Mathematiker und Elektrotechniker Claude E. Shannon beschrieb als Wegbegründer der modernen Informationstheorie in einer einfachen Formel das Grundprinzip der Kanalkapazität C.

 Formel

Das WSPR-Signal benötigt eine Kanal-Kapazität C von max. 6Hz. Bei einer theoretischen Kanalbandbreite von BW 2500Hz, was einem SSB-Sender gleichkommt, ergibt sich daraus ein S/N von -28dB. Damit nur eine Bandbreite von max. 6Hz benötigt wird, darf lediglich eine Übertragungsrate von 1.46 Baud verwendet werden.

Eine WSPR Nachrichtübertragung startet nach einer Sekunde in einer geraden UTC Minute. Das heisst um hh:00:01, hh:02:01, etc. Deshalb ist es auch notwendig, dass der verwendete PC eine exakte Uhrzeit (±1 Sekunde) verwendet. Eine Übertragung einer kompletten WSPR Message benötigt 110.6 Sekunden für die kodierten 50 WSPR-bits, welche die Informationen zum Rufzeichen, einen 4-Zeichen langen Maidenhead Gridlocator und die Sendeleistung in dBm enthalten. Sinnigerweise wird nicht zu jeder geraden Minute eine Aussendung getätigt, damit man auch andere WSPR-Stationen empfangen kann. Das heisst man sendet normalerweise nur zu 20% der möglichen Sendeslots und damit alle 10 Minuten nur einmal. Eine Aussendung sieht als Klartext demnach so aus: HB9TPN JN37 27   < Call, 4 digit Locator, dBm >.

Wie kommt der WSPR Empfangsreport ins Internet? Was benötigt man an Software? Mehr gibt es im Teil 3 der WSPR-Reihe.

Teil 1 der WSPR-Reihe: 
 
von © Matthias, HB9TPN 
 
Eine Betriebsart erfreut sich unlängst immer grösserer Beliebtheit. Mit sehr geringem Aufwand ist man innerhalb kurzer Zeit QRV mit WSPR (englisch ausgesprochen «whisper» , dt. flüstern). Von einer eigentlichen Betriebsart zu sprechen ist eher etwas hoch gegriffen, da es sich im Grunde um eine Software handelt, mit welcher mögliche Ausbreitungsbedingungen unter Nutzung von Baken mit kleiner bis sehr kleiner Sendeleistung (0dBm) zu erkennen sind. Ein QSO im eigentlichen Sinne kommt nicht zu Stande.
Die Software wurde ursprünglich von Joe Taylor, K1JT, einem amerikanischen Astrophysiker und Nobelpreisträger entwickelt. Mittlerweise ist die Software als open-source verfügbar und kann von jedem weiterentwickelt werden. Zudem sind viele tolle Tools, auch für Apple-Maschinen, auf den einschlägigen Internetseiten verfügbar. Die aktuell auf WSPR sendenden und empfangenden Stationen sind auf der Homepage http://wsprnet.org ersichtlich.
 
WSPR Signale übertragen das Rufzeichen, den Locator, und die Sendeleistung unter Nutzung von digitalen Daten mit Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC). Der Sender kodiert die zu übertragenden Daten in redundanter Weise, so dass der Empfänger Übertragungsfehler ohne Rückfrage beim Sender erkennen und korrigieren kann. Eine Standard Nachricht beinhaltet nach verlustfreier Kompression 28 Bits für das Rufzeichen, 15 Bits für den Locator und 7 Bits für den Leistungspegel. Das Protokoll arbeitet bis zu einem Signal-Rauschabstand von -28dB mit einer 4-FSK Modulation.
 
Doch wie ist das möglich, dass ein Nutzsignal ca. 28dB (Faktor 631) schwächer sein kann, als das Rauschen, und trotzdem noch empfangen und zuverlässig dekodiert werden kann?
Mehr zu weiteren WSPR Applikationen, Software und Installation in der WSPR-Reihe Teil 2 auf der FACB Homepage!

 

WSPR 17042017 30m V2

Empfangskarte des WSPR Signales HB9TPN auf dem 30m-Band mit 1W Ausgangsleistung. 

 

 

Die Station HB9BSL verfügt über ein Online Logbuch auf HRDLog.
Auf dem Stations-PC auf der Sichtern kann das Logbuch HRDLog gestartet werden und die aktuellen Transceiver Daten (Frequenz, Mode, Zeit, Datum, etc). werden automatisch bei einem Call-Eintrag in das Log übernommen und ins Internet gestellt.
Die Log-Daten können ebenfalls auf QRZ.com (HB9BSL, Biographie) eingesehen werden. 

 

Log

 Log-Auszug von HRDlog.net

 

Seit der FACB Generalversammlung 2017 betreuen offiziell Charly, HB9EBM, und Matthias, HB9TPN, die Homepage technisch und redaktionell.
Wer gerne einen Artikel, eine Ankündigung, einen Termin oder ähnliches auf der FACB veröffentlichen oder sich seinen Zugang zum Mitgliederbereich einrichten möchte, kann sich unter der Email Adresse homepage(ät)facb.ch melden.

Das Homepage Team wünscht allen Lesern viel Spass beim Lesen der neu gestalteten Homepage!